Kanuverein Harmonie Elster/Elbe e.V.


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Wir über uns

Der Verein

Die Vereinsgeschichte


Am 3. Juni 1932 wurde der Verein Wassersportfreunde Elster/Elbe gegründet und bereits am 14. August des selben Jahres konnte das neu errichtete Bootshaus unterhalb der Fähre eingeweiht werden, in dem 13 Paddelboote untergebracht waren.

Während des 2.Weltkrieges kam der Wassersport in Elster völlig zum erliegen.

Mit der Gründung der DDR wurde von den damaligen Sportfunktionären 1952 die Betriebssportgemeinschaft
Lokomotive Elster / Elbe gegründet, in der die Wassersportfreunde die Sektion Kanu bildeten.

Zu jener Zeit existierte in Elster noch der Schifferverein
Harmonie der 1892 gegründet wurde. Seine Mitglieder waren ehemalige Schiffseigner und Schiffsführer, die sich im wohlverdienten und betagten Rentenalter befanden. Hier verstand es sich von selbst, dass die älteren Kanuten, einige waren auch die Kinder der Schiffer, schon immer ein sehr gutes Verhältnis zum Schifferverein hatten.

Als sich 1971 der Schifferverein auflöste, übergaben die alten Veteranen am 1.Mai zur Mai-Demonstration auf dem Marktplatz in Elster feierlich ihre Vereinsfahne und alle Utensilien, die Zeugnis aus dieser Zeit waren, an den Kanuverein. Wir sollten die alten Traditionen und die Verbundenheit beider Vereine weiter führen. Dieser Wunsch sollte, was niemand erahnte, 28 Jahre später in Erfüllung gehen.

Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich die Sektion Kanu zu einer immer größer werdenden Gemeinschaft, so dass in den 70er Jahren durch steigende Mitgliederzahlen die 30 Bootsstände im Bootshaus nicht mehr ausreichten. Ein neues und größeres Bootshaus sollte für die Kanuten entstehen. Mit diesem Ziel vor Augen begann der damalige Vorsitzende unseres Vereines, Günter Noack die Voraussetzungen für den Bau eines neuen Bootshauses auf den Weg zu bringen. In ausdauernden Verhandlungen mit Grundstückseigentümern entlang der Elbe und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Elster wurde dann der jetzige Standort ausgewählt. Das Wiesengrundstück
Oestert`s Loch, auf dem sich eine Müllkippe befand wurde von der Gemeinde erworben.

Mit dem Baubeginn 1976 hatten sich die Kanuten eine gewaltige Aufgabe vorgenommen. Die Gemeinde finanzierte das Baumaterial und der Aufbau des Bootshauses wurde in Eigenleistung und unzähligen freiwilligen Stunden hauptsächlich durch unsere Mitglieder durchgeführt. Tatkräftig wurden wir auch von ansässigen Betrieben unterstützt, die Material sowie Transport- und Montagetechnik zur Verfügung stellten. Sogar die Sowjetarmee von der Kommandantur Jessen unterstützte uns mit schwerster Panzer-Bergetechnik, als unsere Planierraupe in der Müllkippe zu versinken drohte.

So konnte schon 1978 die Schlüsselübergabe durch unseren damaligen Bürgermeister Heinz Hechler erfolgen und das Haus seiner Bestimmung übergeben werden. Von nun an sollte wieder mehr Zeit zur Verfügung stehen, uns der wichtigsten Aufgaben, dem Paddeln zu widmen.

In den 80er Jahren wurde die Sektion Kanu immer größer und entwickelte sich durch zunehmende Beteiligung an Verbands- und
internationalen Fahrten zu einem starken Mitstreiter im damaligen Bezirkswettbewerb. Dieser Umstand sowie die ausgezeichneten Bedingungen in Elster für die Errichtung eines Leistungsstützpunktes im Kanurennsport riefen sportpolitische Kräfte auf den Plan, die uns arg unter Druck setzten. Doch mit der elsteraner Hartnäckigkeit und Ausdauer konnten wir uns Ihrer erwehren, denn wir wollten ja nur Paddeln.

Und dann kam 1989 die Wende, durch die sich für uns Kanuten ungeahnte Möglichkeiten auftaten. Sofort schwärmten die ersten Richtung Westen aus um Flüsse, Land und Leute kennen zu lernen und es entstanden tolle Freundschaften mit Kanuten aus ganz Deutschland.

Die Wende hinterließ aber auch in unseren Sportvereinen ihre Spuren. Die BSG
Lokomotive Elster/Elbe löste sich auf und noch 1989 gründete sich die Sportgemeinschaft Eintracht Elster/Elbe, dessen Sektion Kanu wir immer noch waren. Noch im gleichen Jahr besonnen wir Kanuten uns den Wünschen der alten Schiffer aus dem Jahre 1971 und gründeten den Kanuverein Harmonie Elster / Elbe e.V.

Als nun eigenständiger Verein mußten wir uns den neuen Umständen und Anforderungen stellen. Als erster und wesentlicher Schritt wurde mit der Gemeinde Elster ein langfristiger Pachtvertrag abgeschlossen, der uns die Nutzung des Bootshauses und der Außenanlagen sicherte. Die Gemeinde bezahlt jährlich die Gebäudeversicherung und der Kanuverein muß die Betriebskosten sowie Aufwendungen für Reparaturen, Werterhaltung und Modernisierung selbst Tragen.


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